Zwei Nächte am Fensfjord

Vom südlichen Ufer des Sognefjords brachen wir am Freitagnachmittag auf. Wir wollten am Wochenende oder die kommende Woche nach Bergen, dazu lagen aber noch einige Kilometer vor uns. Die Wäsche wollte ebenfalls mal wieder gewaschen werden, also suchten wir uns einen Campingplatz am Fensfjord aus. Von unserem Stellplatz führten mehrere Straßen dorthin: Wir entschieden uns trotz des schlechten Wetters für die Passstraße, da auch wolkenverhangene Berge ihren Charme haben. Zum Glück war auf dem ersten Teil der Strecke wenig los, die Straße war allerdings auch nicht viel breiter als unsere Lotte. Außerdem stürzten nach wie vor von allen möglichen Felsen kleiner und größere Bäche direkt neben und unter der Straße ins Tal.


Als wir auf der anderen Seite der Berge wieder Richtung Fjord kamen, erhöhte sich das Verkehrsaufkommen. Kurz vor dem Ziel erfuhren wir von einer Brückensperrung und wurden umgeleitet, sodass wir wieder einige Kilometer zurück fahren mussten und dann nochmals 20 Minuten auf einer engen – und nun leider auch überlasteten – Straße zum Campingplatz fahren mussten. Irgendwo auf halber Strecke hatten zwei Mädels ihre Chance gewittert und einen Kuchenverkauf in einem Bushäuschen eröffnet. Da wir ihnen auch Euros geben konnten, nahmen wir zwei Stückchen mit. Sehr lecker!
Auf dem Campingplatz erledigten wir zunächst die Wäsche der Kleidung, und wenn man schon mal hier war, auch die Wäsche von uns. Es regnete immer noch. Am nächsten Morgen weckten uns aber dann Sonnenstrahlen und Regengeprassel, das immer mal wieder aussetzte.

Den Tag über setzte sich die Sonne immer mehr durch – oder zumindest hörte es für immer längere Zeit auf zu regnen. Wir genossen entspannt den Samstag draußen (für Wanderungen oder ähnliches war es aber leider noch viel zu nass) und entschieden uns nachmittags dazu, auf die vorgelagerten Inseln des Fjordes zu fahren.

Auch wenn die Strecke dorthin bereits eindrucksvoll genug war, fanden wir einen sehr hübschen Platz auf einer kleineren Insel bei Lamholmen. Wir standen direkt am Fjord, dann kam eine enge Straße und dann kam wieder Fjord von der anderen Seite. Die Häuschen hier sahen recht neu aus. Vermutlich waren die Inseln bis vor wenigen Jahrzehnten noch gar nicht so einfach zu erreichen wie wir es heute konnten.
Der Wind frischte etwas auf, Konstantin holte dennoch seine Angel raus, ich rollte meine Yoga-Matte aus und Müsli legte sich etwas schlafen. Zum Abendessen gab es frischen Barsch. Über die Nacht kamen neue Wolken, ein paar mal tröpfelte es, aber am nächsten Morgen wurden wir mit einem schönen Sonnenaufgang begrüßt.

Um die Mittagszeit brachen wir auch hier auf und fuhren weiter Richtung Süden / Bergen. In einer kleineren Ortschaft davor, machten wir Mittagspause. Wir fanden ein hübsches Plätzchen an einem kurzen Nebenarm eines Fjordes. Dank der wärmenden Sonnenstrahlen konnten wir sogar draußen essen.

2 Antworten auf „Zwei Nächte am Fensfjord“

  1. Laut Deiner Beschreibung hab Ihr den Bachelor im „Campingbus auf schmalen Straßen fahren“ auch schon bestanden. Oder gar den Master?
    Passt uff auf Euch. Einen Kraul an Müsli und
    einen an äh einen Gruß an Konstantin.

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