Weil es manchmal einfach anders kommt als man denkt…

Noch am Montagabend brachen wir von unserem Strandplatz nahe Malmö auf, um die letzten Einkäufe zu erledigen und das ein oder andere kulinarische Mitbringsel einzupacken. Und ja, eventuell haben wir daher (unter anderem) 10 verschiedene Packungen Knäckebrot gekauft, aber was soll man machen, wenn das hier so kreissektorenförmig hergestellt wird und man eben exakt 10 Packungen für einen vollen Kreis benötigt?! 😉
Da wir dann schon unterwegs waren, suchten wir uns einen Parkplatz in Trelleborg, sodass wir am Dienstag nur noch eine fünf-minütige Fahrt bis auf die Fähre vor uns hatten.
Nach dem Mittagessen gingen wir mit Müsli nochmal ein letztes Mal zum Strand und genossen das herrliche Wetter, mit dem uns Schweden mehr als eindeutig zum dableiben zu überreden versuchte.

Aber wir hatten ja einen festen Termin – die zweite Impfung Donnerstag in einer Woche und eine private Stadtführung durch Berlin am Wochenende.
Im Gegensatz zu unserer Fährfahrt nach Schweden waren dieses Mal jede Menge private PKWs und vor allem auch Camper dabei, weshalb sich das “Aufs-Schiff-Rollen” etwas zog. Aber pünktlich um 15 Uhr verließen wir dann auch schon den Hafen Trelleborgs.
Neuer Kurs: Rostock Fährhafen. Da die Überfahrt dieses Mal nur sechs Stunden dauern würde, hatten wir kein Zimmer gebucht, sondern machten es uns auf dem Oberdeck bequem. Als wir saßen, bekam Konstantin einen Anruf: Unser Impftermin ist verschoben – auf kommenden Freitag Nachmittag, also in 3 Tagen.
Wir überlegten hin und her, planten kurz durch, was für Aufgaben bei der Arbeit anstanden, ob wir unsere Freunde in Berlin dennoch besuchen könnten und vor allem: Ob wir die Strecke so oder so überhaupt so schnell fahren könnten. Einige Anrufe wurden getätigt und Routen und Optionen geplant, ehe wir zu weit auf der See waren, als das der Empfang noch gut genug gewesen wäre. Es blieb uns also nicht mehr viel übrig als uns dennoch impfen zu lassen und irgendwie einen Spagat zwischen Arbeit, Berlin und guten 920km zu schaffen.
Komisch, dass auch die Heimreise wieder so ein hektisches Unterfangen werden würde, wie die Tage vor unserem Aufbruch..

Nachdem wir in Rostock von der Fähre rollten (dieses Mal waren wir ganz vorne mit dabei), fuhren wir direkt noch etwa 80 km Richtung Berlin. Der Plan war, die nächsten Tage spontan frei zunehmen, am Mittwoch Berlin anzuschauen und Lenia und Felix wieder zu treffen, und Donnerstag und evtl. noch den Freitag die restliche Strecke nach Hause zu fahren. Ob das alles so klappen würde, wie wir uns das vorstellen (Bekommen wir frei? Macht Lotte diese Strecke mit? Hat der Campingplatz in Berlin noch einen Platz für uns?), würde sich dann in den nächsten Tagen zeigen.

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