Sonne über Kristiansand

Von Stavanger aus fuhren wir am Samstag und Sonntag mehr Richtung Süden an der Küste entlang. Unser erster Halt war in Egersund, wo wir auf eine warme Dusche am Hafen hofften. Diese hatte leider geschlossen, also gab es eine warme und kurze Dusche in der Lotte. Der Regen am Sonntagmorgen vertrieb uns recht schnell wieder hinter das Lenkrad, denn das Regenradar versprach einen wolkenlosen Himmel im Süden. Und tatsächlich: Als wir an dem Ort, den wir uns ausgesucht hatten, ankamen, klarte es nach und nach auf, sodass wir am Sonntagnachmittag von der Sonne verwöhnt wurden. Wir hatten einen Parkplatz an einem Bootshafen in Høllen bei Søgne gefunden, an dem wir recht nah am Strand stehen konnten. Trotz der warmen Farben durch die Sonne war es ziemlich kalt draußen, denn es ging eine steife Brise. Aber das konnte uns nicht vom Sonntagsspaziergang abhalten und so kamen wir auch noch in den Genuss eines wunderbaren Sonnenuntergangs.

Die Nacht auf Montag war ebenso kühl, sodass wir morgens (ohne Heizung) bei etwa 11 Grad in der Lotte aufwachten. Draußen hatte es 8 Grad. Aber mit der Heizung waren wir schnell wieder auf Temperatur und der Arbeitstag konnte kommen. Den stressigen Alltag konnten wir bei diesem wunderbaren Wetter nun immerhin bei einer schönen Mittagspause im Sonnenschein bei offenem Fenster versüßen.

Am Abend wollten wir die restlichen Kilometer nach Kristiansand fahren und die Stadt anschauen. Wir fanden einen relativ günstigen Parkplatz am Rand der Stadt, von dem aus man aber dennoch in wenigen Gehminuten am Hafen und im Zentrum der Stadt war. Auf unsere Runde kamen wir unter anderem an einem Viertel vorbei, dass uns ein wenig an Bryggen in Bergen erinnerte. Die Karte verriet uns, dass es hier auch ähnlich hieß: Fiskebrygga, wo wohl früher der Fischmarkt zu finden war, gibt es heute Büros und Restaurants.
Das Licht der untergehenden Sonne tauchte die historischen und weniger historischen Gebäude an der Küstenlinie Kristiansands in wundervolles Licht, auch wenn man mit jeder Minute spürt, wie die Kälte der Nacht in die Stadt kroch. Dabei war es gerade einmal kurz nach 20 Uhr als es mehr dunkel als hell war und wir unsere Runde am Theater- und Konzerthaus Kilden für beendet erklärten. Das mehrere Meter auskragende Holzdach des Hauses beeindruckte uns beinahe ebenso sehr wie die dünne Mondsichel, die am Horizont zu erkennen war.


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