Kurzbesuch in Kiel

Am Freitag ging es für uns nach Kiel. Hier wollten wir jedoch nur einen kurzen Zwischenstopp machen. Zum einen fand ich nicht so schnell wie ich es gerne hätte einen möglichen Parkplatz auf der Karte und zum anderen wollte ich eigentlich auch hauptsächlich in einen kleinen Laden, der alle möglichen Karten zum Kungsleden (Weitwanderweg in Schweden) verkauft (ich konnte mich nicht entscheiden, welcher Maßstab es denn nun sein sollte, daher wollte ich die Gelegenheit nutzen, wenn ich schon mal in der Nähe war). Und wie oben angekündigt ging hier die Bezahlsituation gerade so weiter: Zwar hatte ich dann irgendwann mal, nach dem fünften Anlauf einen Parkplatz (außerhalb der Stadt) ohne Höhenbeschränkung und für den öffentlichen Verkehr zugänglich gefunden, dann musste natürlich auch ein Ticket gelöst werden. Als meine Münzsituation noch immer nicht in aller Vielfalt erstrahlte und hier auch kein Laden in der Nähe war, bei dem ich wechseln konnte, fand ich zum Glück auf dem Automaten den Hinweis, dass man hier auch mit diversen Apps bezahlen konnte. Darunter sogar eine, mit der wir auch in Skandinavien recht weit kamen. Ich freute mich schon, bis dann auf der letzten Seite des Buchungsprozesses der Hinweis kam, dass ich doch bitte einen Zettel mit dem Hinweis „Handyparken“ hinter die rechte (! – Aber Moment, von innen oder von außen rechts?!) Windschutzscheibe legen sollte… Ging es nicht dabei gerade auch bei den digitalen Ticket darum Papier und Tinte zu sparen? (Mein Kennzeichen musste ich ja sowieso angeben, von daher könnte ich auch nachvollziehbar kontrolliert werden…) Aber naja, da hatten wir wohl noch das ein oder andere Optimierungspotential in unserem Land.

Jedenfalls spazierten Müsli und ich zu dem Laden mit den Karten. Ich konnte mich wunderbar beraten lassen und durfte die unterschiedlichen Karten auch direkt miteinander vergleichen, während Müsli draußen auf mich wartete. Irgendwann konnte ich mich zu einer Kombination durchringen und wir machten uns wieder auf die Weiterreise. Schließlich wollten wir am Sonntag Konstantin bereits wieder in Hannover abholen. Die trüben Tage und Abende konnte ich nun aber schon mit Karten-Studieren verbringen.

Nachträgliche Anmerkung zu Kiel: Leider haben wir außer unserem eher zügigen Spaziergang einmal quer durch die Innenstadt nicht allzu viel von Kiel mitgenommen, zudem war das Wetter auch nicht gerade einladend. Aber abgesehen von der Parkplatzproblematik fanden wir die Fußgängerzone um den Alten Markt mit der Nikolai-Kirche und das Rathaus sehr einladen. Auch die riesigen Fähranleger am Hafen beeindruckten uns. Müsli schaute sogar einigen Meeresforschern über die Schulter, weil sie – neugierig wie sie ist – auf ein kleines Mäuerchen sprang, auf deren anderer Seite bereits die Holzstege des Forschungsinstituts (etwas tiefer) lagen, auf denen sich gerade ein paar Menschen zu einem Tauchgang vorbereiteten.

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