Helge å aus einer anderen Perspektive

Auf unserem Spaziergang durch Åhus vorgestern hat Konstantin relativ kurz angebunden einem fitten Ehepaar, das gerade Kanus in ihren Garten hievte, unsere Hilfe angeboten. Mindestens ebenso schnell kam das „Yes!“ zurück. Zwei Sekunden später hatten wir ein Kanu in der Hand und kamen während des Abladens ins Gespräch. Als wir fertig waren bot uns die Hausherrin an, ob wir nicht eine Runde drehen wollten. Wir hatten damit überhaupt nicht gerechnet und waren erstmal etwas überrumpelt – aber Interesse hatten wir natürlich sehr. Wir verblieben, dass wir uns das Angebot überlegen würden und dann einfach nochmals vorbei kommen würden.

So kam es, dass wir am nächsten Tag nach einem späten Frühstück (und langem Überlegen, wie wir zu diesem Angebot kamen und ob es tatsächlich so ernst gemeint war, dass wir niemandem auf die Nerven gehen würden) wieder zu diesem schönen Haus am Fluss Helge å gingen, um zusammen mit Müsli unsere erste Kanufahrt zu unternehmen. Da seine Frau arbeiten musste, stattete uns der Ehemann mit Schwimmwesten, Paddel und Kanu aus.
Schneller als uns lieb war, saßen wir in dem Kahn – ohne endgültigen Plan, wie wir später wieder anlegen und herauskommen sollten. Er wäre später vermutlich nicht mehr da, wir sollten die Sachen an das Gartenhäuschen legen. Wir haben noch den Hinweis bekommen, das wir nach links fahren sollten, rechts käme das Meer..
Aber dann ging es auch schon los: Relativ schnell hatten wir den Dreh bzw. den Ruderschwung raus, sodass wir einigermaßen gerade aus fuhren oder zumindest rechtzeitig die Kurve bekamen. Auch die Lücken zwischen den Pfeilern der ersten Brücke haben wir getroffen. Vorbei ging es an wunderschönen Gärten mit hübschen Häusern bis wir die Stadt größtenteils hinter uns ließen und sehr viel Natur genießen konnten.

Nach eine knappen halben Stunde setzten wir zum Wendemanöver an. Da der Fluss eigentlich keine Strömung hatte, mussten wir fast dieselbe Zeit auch zurück (flussabwärts) rechnen. Anfangs hatten wir auch etwas Sorge, dass Müsli ein Bad nehmen möchte und uns damit ebenfalls zum Kentern bringen würde, aber sie entspannte sich sehr schnell und nahm eher ein Sonnenbad als ein Wasserbad. Auf jeden Fall hat dieser kleine besondere und einmalige Ausflug sehr viel Spaß gemacht, weshalb wir uns natürlich nochmals bei den beiden Kanubesitzern bedanken möchten!

Wenig später fuhren wir weiter in den Nordosten nach Karlskrona. Dort sollte es eine Servicestation für Camper geben (Strom, Wasser, Entsorgung). Da unser Wasser tatsächlich langsam knapp wurde, bot sich dieser kostenlose (!) Stellplatz ideal an. Zu all diesen Aspekten kam dann noch dazu, dass wir diese Nacht direkt am Meer bzw. an den Anlegestellen für kleinere Boote stehen würden.
Da wir mitbekommen haben, dass die Stadt wohl schön sein sollte, machten wir uns auf Erkundungstour. Im Nachhinein waren wir jedoch etwas „enttäuscht“, oder vielleicht auch inzwischen einfach nur verwöhnt – oder wir waren schlicht an den falschen Plätzen, doch bis auf den Hafenanlagen hat uns der Flair nicht so sehr gepackt.

Zurück bei Lotte konnten wir einen ruhigen und sonnigen Abend verbringen. Dabei fiel uns auf, dass es inzwischen wirklich lange hell ist. Um 22.00 Uhr machten wir erst so langsam das Licht an – wir sind gespannt, wie sich das (subjektiv für uns) bei noch nördlicheren Breitengraden entwickeln würde.

5 Antworten auf „Helge å aus einer anderen Perspektive“

  1. God morgon ljuv kanellbullars

    Konstantin, du strahlst auf dem Foto ja über beide Ohren vor lauter Kanuglück (ノ• ◡ • )ノ

    Das Ehepaar, das euch die Kanus so vertrauensvoll und gelassen geliehen hat, ist ja mal super. Musste kurz schmunzeln über die beiläufige Anweisung des Manns; „nicht nach rechts zu fahren, dort käme das Meer.“

    Bisous und Frühstücksgrüße mit Eiern und Englers Wecken.

    1. Na, wir haben extra ein Bild genommen – auf dem ich nicht so unverschämt grinse um kein Neid zu wecken ;P
      Ja, das war ein sehr nettes Ehepaar. Ehemals Landwirt, jetzt genießt er das Rentnerdasein 😉

      Übrigens, die Landwirte um Âhus herum haben größtenteils für Absolut Vodka produziert. Sämtlicher Absolut Vodka kommt nämlich aus Âhus und ist eigentlich eine schwedische und keine russische Erfindung. Verrückte Story…

      Kyssar tillbaka mit Hafermüsli und Kaffee

  2. < Wuff!

    < Wuff wuff, schwänzel schwänzel schwänzel, wuff wuff woppel di wuff schwänzel schwänzel.

    < Wuff, Gras ohne dich ist nur halb so schön, wuffi di puffi.

    < Vermisse dich Müsli 🐕 , wuff wuff wuff. Freu mich darauf, wenn wir zusammen Tunnel spielen können.

    < Schwänzel, schwänzel deine Fritzi 🐶

    1. < Waui waui, schnuff schnuff, wedel wedel < Hüpf und schleck < Wuff, das nächste mal musst du mit, Wuff < Hab dir ganzschön was zu erzählen, wuffi di wuff < Träume noch von Kalle, harrr < Schwänzel Schwänzel, dein Müsli in Müslis Auftrag geschrieben

  3. Hej hej!
    Ich lese gespannt und freue mich über jedes mir auch besuchte Städtchen in Schweden 😉
    Von Karlskrona war ich auch etwas enttäuscht.. wo geht die Reise weiter? Wollt ihr Tipps oder euch treiben lassen? Wenn ihr Zeit für nen Abstecher auf Öland habt macht das 😉
    Ha det bra!

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