Eine Angel, zwei Männer und ein Fisch?

Erneut wachten wir bei eher tristen Wetter auf. Aber auch heute musste noch einiges weggearbeitet werden, daher waren wir gar nicht zu sehr enttäuscht. Den Vormittagregen nutzten wir dann auch dementsprechend vor unseren PCs. Die Mittagspause wurde eher kurz gehalten, da der Wetterbericht für den Nachmittag und die Abendstunden besseres Wetter versprach und wir dann diese Zeit für eine Rudertour oder einen Spaziergang nutzen wollten. Wir genossen immer noch die Gastfreundschaft von Lenia und Felix, daher veranstalteten wir am frühen Nachmittag erstmal Kaffee und Kuchen mit original schwedischem „Tigerkaka“ (Marmorkuchen), während im Hintergrund das Feuer im Kamin vor sich hin brannte.

Bei unseren Geprächen kamen wir (oder vor allem Felix und Konstantin) darauf, dass man eigentlich mal die Angel testen müsste, die hier an der Eingangstüre lehnte. Nach ein paar Youtube-Videos waren wir sozusagen Vollprofis und los ging es.
Zuerst mit einigen Trockenübungen von der Terrasse aus. Dann wollten wir einige Meter auf die stürmische See hinaus fahren, um das wirklich harte Fischerleben kennen zu lernen.
Da es uns dort zu schnell zu windig war und es auch wieder zu regnen begonn, zogen wir uns auf den Steg, an dem das Boot vertaut wird, zurück.
Als Köder benutzten wir – äußerst fachmännisch – Hundefutter, Mais und Brot. Vor allem das Brot scheint zu schmecken, aber irgendwie biss niemand so richtig an. Wir holten uns Hilfe von einem Freund aus Deutschland. Sein heißer Tipp: Regenwürmer oder Maden..
Aber offensichtlich hatten wir bereits mit zu viel Brot angefüttert, als dass nun noch ein Fisch Interesse oder Hunger hätte.

Wir entschieden uns daher, dass es zum Abendessen keinen Fisch geben sollte und grillten. Nachdem wir mehr als gesättigt waren und plötzlich alle müde wurden, aber um 20 Uhr noch nicht ins Bett wollten, machten wir uns zu einem Abendspaziergang durch den anschließenden Wald auf. Als wir wieder zurück waren, waren wir wieder wacher und hatten Lust auf eine erneute Tour mit dem Ruderboot.
Der See war inzwischen wieder viel ruhiger, es ging kaum Wind und das Wasser war komplett glatt. Im Boot genossen wir die ruhige Atmosphäre so sehr, dass wir ganz vergaßen, wie spät es inzwischen geworden ist. Trotz Wolken, die den Mond verdeckten, war es für uns selbst um 23 Uhr noch sehr hell.

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