Ein Haus am See

Nach dem Frühstück brachen wir Richtung Nordwesten auf und verließen die Ostküste Schwedens ein wenig. Auf der Fähre hatten wir ja gleich zwei neue Bekanntschaften geschlossen und von den beiden aus dem grünen Offroad-Camper sind wir eingeladen worden, uns zu ihnen bzw. zum Sommerhäuschen eines Freundes zu stellen. Falls wir mal wieder eine Dusche oder Waschmaschine benötigten. Da wir mit beidem seither gut durchgekommen sind, weil wir zum einen immer ausreichend Zugriff auf Frischwasser und zum anderen stets gutes Wetter hatten, sind wir letztendlich zu ihnen gefahren, weil wir sie näher kennen lernen wollten.

Morgens schien in Oskarshamn noch die Sonne. Da wir tagsüber einiges arbeiten „wollten“, fuhren wir zeitig los, um dann den Tag über direkt bei dem schicken rot-weißen Häuschen im Grünen (inklusive Anlegestelle und Boot am 50m entfernten See) zu stehen.
Nach und nach wurden die Wolken dichter und – wer hätte das noch für möglich gehalten – der Wetterbericht sollte recht behalten: Es fing an, zu regnen. Zum einen ideal für uns, da wir heute so oder so nicht viel draußen sein konnten, und zum anderen aber auch schade, dass wir diese Stimmung nicht am See für einige Zeit genießen konnten.
Aber das Prasseln des Regens auf das Dach der Lotte hatte auch etwas beruhigendes. Außerdem konnten wir dann nachmittags nach einigen Stunden mäßigem Landregen festhalten, dass unsere Abdichterei in der letzten Woche vor dem Aufbruch erfolgreich gewesen sein musste.

Da auch zwischenzeitlich kein Strom mehr aus unserer vielgenutzten 12V-Steckdose kam, die Batterie aber so gut wie voll war, ging Konstantin der Sache auf den Grund und reparierte kurzerhand ohne wesentliches Werkzeug (außer einem Schraubenziehen und dem altbewehrtem Küchenmesser) unsere Laptop-Lade-Anlaufstelle. Ja, auch solche arbeiten mussten spontan und unterwegs erledigt werden. Aber nichts hält ja bekanntlich so lange wie ein Provisorium 😉

Den Abend haben wir nach einem sehr verregneten und arbeitstechnisch anstrengenden Tag sehr gemütlich bei den beiden ausklingen lassen. Zum Essen gab es, typisch schwedisch, Lasagne.
Ich hatte gehofft, noch kurz den See aus nächster Nähe ansehen zu können, aber dafür ist ja wahrscheinlich auch noch morgen, bei besserem Wetter Zeit.

6 Antworten auf „Ein Haus am See“

  1. Und freu mich mit euch, dass sich eure Dachausbesserungsarbeiten bezahlt gemacht haben. 👍 Aber ihr seid ja Expert*innen im Thema Reperatur, ihr findet immer einen Weg. 😘

    Warum seid ihr aber eigentlich nicht nach Gotland?

    1. Wir sind doch keine typischen Schwedentouristen…. 😀
      Ein bisschen war uns die Fähre zu teuer, ein bisschen haben wirs vercheckt und ein bisschen passts auch nicht in die kommenden Tage…
      Aber Team Tigerente ist rübergefahren und von Ihnen werden wir fleißig mit Bildern und Infos versorgt, also ist es ein bisschen so, als wären wir selbst dort gewesen 😉

      1. Ich schaue auch immer den Gotland Krimi im Fernsehen, sehe die Insel und Visby und Stockholm das sind die drei Orte die immer vorkommen. Mit euch zu reisen ist einfach schön.

    1. Das klappt ganz gut, wir haben nur gerade diese Woche etwas mehr zu tun, da wir einige Deadlinies zum 01.06. haben, aber nachdem das Wetter eh nicht so optimal ist, passt das. Und danach wirds auch wieder etwas entspannter.
      Außerdem sind die Tage hier ja lang 😉 Sonnenaufgang 04:15 Uhr, Sonnenuntergang 21:33 Uhr (und danach bzw. davor ist es ja auch nicht direkt schlagartig dunkel)

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