Die Schärenwelt um Oskarshamn

Der Sonnenschein und das Vogelgezwitscher weckten uns auf Öland. Nach dem Frühstück gingen wir mit Müsli nochmals zur ehemaligen Hafensiedlung hinaus. Es war im Vergleich zum Tag zuvor beinahe windstill und konnten sogar ohne Jacke die Ferne des Meeres genießen. Danach brachen wir wieder Richtung schwedisches Festland auf: Vorbei an Borgholm und Möllstorp ging es erneut über die gut 6km lange und abschnittsweise doch knapp 40m hohe Ölandbrücke nach Kalmar und von dort auf der E22 weiter nach Oskarshamn.

Etwa 1,5km südlich des Stadtzentrums von Oskarshamn fanden wir einen Stellplatz in Meeresnähe. Als wir uns das Gebiet im Laufe des Nachmittags genauer angesehen haben, haben wir noch weitere ähnlich hübsche Parkplätze entdeckt.
Nach einer ausgedehnten Mittagspause in und dank der überwiegenden Windstille auf dem Plätzchen zwischen den Bäumen auch vor der Lotte machten wir uns zu einer längeren Tour in die Umgebung und vor allem auch Oskarshamn auf.

Der Hafen für die kleineren Schiffe und (Segel-) Boote nur unweit von unserem Platz entfernt schloss sich an eine wunderschöne Schärenlandschaft an. Auch hier konnten wieder jede Menge Vögel und vor allem aber auch Schwäne beobachtet werden. Zu unserem Erstaunen gab es hier auch sogar einen Hundebadeplatz – den wollten wir natürlich später noch mit Müsli unsicher machen.
Ein weiteres Highlight war, dass man von hier die Insel Blå Jungfrun (Blaue Jundfrau) sehr gut erkennen kann. Diese Insel liegt zwischen dem Festland und der Nordspitze Ölands und ist seither unbewohnt.

Oskarshamn selbst hat einen ganz eigenen Charme im Vergleich zu den anderen Städtchen, die wir bisher in Schweden besucht haben. Da wir vom südlichen Rand in das Zentrum liefen, kamen wir zunächst an riesigen Hallen sowie dem Industrie- und Fährhafen vorbei. Oskarshamn verfügt über eine Fährverbindung nach Visby auf Gotland, die Ferieninsel der Schweden. Vom Hafen aus ist der Stadtkern auf einer kleinen Anhöhe zu finden. Besonders die schmalen Gässchen, die zu den wesentlichen Plätzen der Stadt führen, mit den bunten und schmucken Häuschen haben uns gefallen. Dabei ist uns vor allem auch aufgefallen, wie klein diese Häuser doch sind: Mehr als 50m² Grundfläche bei einem Geschoss und einem Dachgeschoss ist hier sicherlich eher eine Seltenheit.

Auch das Bahnhofsgebäude (Järnvägsstation) aus dem Jahre 1906, welches inzwischen unter Denkmalschutz steht, hat uns fasziniert. Auf der einen Seite ist neben der Funktion als Warteraum auch ein Restaurant zu erkennen und laut Wikipedia sind außerdem Wohnungen enthalten. Auf der rückwärtigen Seite liegt der Bahnhof, dessen drei Gleise nur wenige Meter mittig vor dem Gebäude enden. Der Bahnbetrieb ist seit 2011 wieder aufgenommen worden.

Den Abend konnten wir mit interessanten Gesprächen mit der Besatzung der Tigerente, die wir auf der Fähre nach Schweden kennen gelernt hatten, entspannt ausklingen lassen.

2 Antworten auf „Die Schärenwelt um Oskarshamn“

  1. In Schweden scheint die Vegetation weiter zu sein als bei uns auf der Alb. Der Flieder blüht noch nicht so voll wie auf dem Foto von Oskarshamm.

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