Deutschland-Durchquerung, die zweite

Nach dem vor allem schönen und gemütlichen Abend bei Lenia und Felix, steckten uns am Donnerstag-Morgen die einigen Schritte der Tour durch Berlin noch ganz schön in den Knochen. Aber wir quälten uns (für Homeoffice-Verhältnisse) früh aus dem Bett, versorgten erst Müsli mit einem kurzen Morgenspaziergang und dann uns mit etwas Kaffee und Tee, warfen einen kurzen Blick auf die Karte und fassten ein eisernes Ziel: Vielleicht würden wir es heute sogar an einem Tag nach Hause schaffen – das wären ja nur knappe 700km.

Wenige Minuten später ging es auch schon los…
Zuerst kämpften wir uns durch den Berliner Verkehr auf die umliegenden Autobahnen durch. Nach einiger Zeit stand dann wieder die eher vertraute Anweisung “in 193km links halten” auf dem Navi. Daraus wurde aber erstmal nichts, weil Lotte auch noch Durst hatte und kurz hinter Berlin mit frischem Diesel gesättigt werden konnte. Im Nachhinein wunderten wir uns, was wir hier für Super-Diesel bekommen haben, weil wir so einen geringen Verbrauch auf unserer ganzen Reise nicht geschafft haben.
Aber nach diesem kurzen Zwischenstopp dann jetzt: rechte Spur, Vollgas und mit 80-90km/h gen Süden.

Die Infotafeln informierten uns, dass wir auf unserer Tour wohl 6 Bundesländer durchreisten: Berlin, Brandenburg, Sachen-Anhalt, Thürigen, ein bisschen Bayern und dann letztendlich Baden-Württemberg. Irgendwo auf Höhe von Leipzig gerieten wir in einen Stau, der durch eine Baustelle bedingt war, ein Ende war also in Sicht. Um Bayreuth, kurz nachdem wir die 8000km erreicht hatten, machten wir an einem Rasthof Mittag.

Ein weiterer Blick aufs Navi verriet uns, dass wir es vermutlich besser als gedacht nach “Hause” schaffen würden: Wir waren gut in der Zeit, es waren keine Staus in Sicht und die Kilometer wurden weniger. Wir merkten, dass wir in die Heimat kamen als die Baufirmen, die hier und da diverse Autobahnabschnitte erneuerten oder entstehen ließen flächendeckend bekannter wurden. Und dann tauchten auch schon die ersten vertrauten Ortsnamen (abgesehen von Stuttgart und München) auf den Wegweisern auf.

Beinahe pünktlich zum Abendessen erreichten wir unser vorerst finales Ziel – unserer Impfung stand nun also wirklich nichts mehr im Weg, und den Freitag konnten wir nutzen, um die Lotte wieder auf Vordermann zu bringen.
Aber zunächst genossen wir den herzlich Empfang. Auch Müsli freute sich wie verrückt, endlich mal wieder bekannte Hunde- und Menschengesichter zu sehen – und wir uns natürlich mindestens ebenso auf die Gesellschaft mit der Familie. Man muss schon zugeben, so ein bisschen hatte man sie schon alle vermisst und war froh, alle gesund und munter wieder zutreffen 😉

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