Anglerglück

Der Morgen begann etwas zunächst sehr langsam: Die grauen Wolken und das leichte Prasseln des Regens wollten uns nicht so richtig wach bekommen. Irgendwann schälten wir uns doch aus dem Bett – unsere Arbeit wollte ja schließlich auch gemacht werden. Da es bei Konstantin erst später Termine anstanden, wollte er sein Anglerglück nochmals versuchen.

Nach einiger Zeit kam er angerannt: Und tatsächlich hat sich offenbar ein eher größeres Barschexemplar für seine Regenwürmer interessiert. Da die Aufregung, doch noch so schnell und unerfahren einen Fisch zu fangen, recht groß war, rang er mit sich, ob das wirklich unser Abendessen werden würde oder ob er doch wieder zurück in den See darf. Nachdem wir uns den Barsch alle zusammen angesehen hatten, ließen wir ihn frei, weil auch keiner so recht wusste, wie der Weg zum Teller aussah.

Um die Mittagszeit wollten wir eigentlich weiter Richtung Westen aufbrechen. Doch als wir dann zu viert vor dem Sommerhäuschen saßen, Kaffee, Kekse und andere Süßigkeiten als Mittagessen verspeisten, die Sonne anfing durch die Wolken zu scheinen und wir wieder schöne Gespräche geführt haben, entschieden wir uns um: Einen letzten Abend wollten wir noch hier verbringen.

Nachdem wir unsere Arbeit erledigt hatten, fuhren Konstantin und ich nochmals mit dem Ruderboot auf den See hinaus. Wir wollten sehen, was am anderen Ende kommen würde und ob wir es überhaupt so weit schafften.
Die Strecke sah auf der Karte deutlich weiter aus und bei der Stelle, bei der wir sonst immer umkehrten, hatte man eigentlich schon das meiste geschafft. Auf dem Weg zum Nordufer kamen wir an drei, vier sehr hübschen Häuschen, einigen Anlegestellen (manchmal sogar mit kleiner Hütte) und natürlich sehr viel Natur vorbei.

Angestachelt vom Erfolg heute morgen – und inzwischen seelisch und theoretisch darauf vorbereitet, was es zu tun galt – wollte Konstantin nochmals angeln. Und auch dieses Mal hatte er relativ schnell Glück. Allerdings war ihm dieses Fischchen wohl eher zu klein: Zu viert würde man daran nicht statt werden, und so bekam er auch wieder die Freiheit zurück.

Den Abend verbrachten wir zuerst am Steg und genossen die vielen Farben, die der Sonnenuntergang bereitete. Als uns kalt wurde, zogen wir uns vor den Kamin des Häuschens zurück.
Morgen sollte es dann aber definitiv wieder weitergehen.

6 Antworten auf „Anglerglück“

    1. Ich werde das mal weiter geben, aber ich weiß nicht, ob man das so leicht sagen kann 😉
      Aber Lachs ist auf jeden Fall sehr lecker, dann setze ich mich noch für einen Räucherofen ein..

  1. Also wenn ich Fisch esse will muß ich nur den Blechdeckel aufziehen. Sind die Bilder von Postkarten abfotografiert? Das sieht ja wundervoll aus. Vor allem mit dem Steuermann – äh -frau Müsli. Geniest die Zeit ….

    1. So einfach könnte das Leben sein 😉
      Alles selbst geschossen und Müsli ist natürlich immer ganz vorne mit dabei – solange der Fahrtwind sachte um das Näschen wehen kann.

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