Innenausbau

Auf Grund der acht Vorbesitzer und den knapp 30 Jahren Lebenszeit unserer Lotte galt es, den ein oder anderen “Schönheitsfleck” wieder auszubessern. Zunächst wollten wir eigentlich “nur mal durchputzen”, um dann direkt über das anstehende Wochenende die Lotte das erste mal zu testen und herauszufinden, was wir definitiv ändern wollen und womit wir wahrscheinlich leben können.

Als dann aber der erste Abschnitt PVC-Boden aus dem Fahrerraum entfernt und die erste Wandhalterung aus Neugierde, welche Kabelführung sich wohl dahinter verbergen mag, abgeschraubt worden ist, gab es kein Halten mehr. Wir fingen an, die ersten Schranktürchen abzubauen, um sie abzubeizen und die ursprüngliche Holzoptik wieder zum Vorschein zu bringen, bzw. sorgfältig und dezent zu folieren. Polster wurden gewaschen, Wände und feste Schränke mit strahlendem weiß gestrichen, Holzelemente wieder als solche erkennbar gemacht. Mit der Hilfe unserer Mütter wurden wir in das große Geheimnis des Vorhangnähens eingewiehen.

Voher
Nachher (Zwischenstand)

Die grauen Akzente oberhalb der Vorhänge und am Himmel der Lotte sollten in den kommenden Monaten noch einem bordeaux-rot bzw. dem Carthago-Original weichen. Auch der Boden ist entfernt und in einer schlichteren Holzoptik gestaltet worden.
Einzig an das Bad trauten wir uns lange nicht, da wir nicht genau wussten, wie wir dieses optimal umbauen sollten.

Für die Nutzung als Büro haben wir den bestehenden Tisch mit einem flexibleren Tischbein versehen und einen weiteren Tisch neben dem Eingang angebracht. Im Arbeitsmodus haben wir somit fast die halbe Lotte als Tisch zur Verfügung stehen. Wird nicht gearbeitet, kann die Tischplatte am Tischbein platzsparend zusammengesteckt werden.
Selbstverständlich dürfen richtige Vanlife-Lichterketten und gemütliche Kissen nicht fehlen.

Endzustand Lotte

PS: Die Rosen-Wand unterhalb des Bettes haben wir bestehen lassen, da wir nicht wussten, was uns darunter erwarten würde. Und vor allem waren wir uns sicher, dass wir einen neuen Stoff vermutlich nicht wieder so gut hinbekommen würden – das haben wir aus der Vorhangnäherei auf jeden Fall mitgenommen. Da sind wir als Bauingenieure wohl eher für’s Grobe geschaffen 🙂